24 Stunden in Basel – Stadterkundung mit der BaselCard

24 Stunden in Basel – Stadterkundung mit der BaselCard

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Egal ob man einen Städtetrip plant oder die Zeit rund um den Geschäftstermin für ein paar touristische Erlebnisse nutzen möchte – viel zu sehen und zu erleben gibt es in den meisten Städten. Dass die Erkundung einer Stadt mitunter schnell ein kostspieliges Unterfangen werden kann, ist kaum zu bestreiten. Immerhin können Museumsbesuche, Stadtführungen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schnell teuer werden – gerade wenn man als Familie unterwegs ist. Aus diesem Grund hat die Stadt Basel die sogenannte BaselCard eingeführt, die wir vor kurzem bereits hier auf unserem Blog vorgestellt haben. Ob das Angebot hält, was es verspricht, haben wir im August für Sie getestet.

Die Qual der Wahl

Für unseren Basel-Aufenthalt haben wir uns für die 24-Stunden BaselCard zum Preis von 20 Schweizer Franken entschieden – und stehen sogleich vor der Qual der Wahl: Welche der vielen Angebote möchten wir nutzen? Wie viel schafft man überhaupt innerhalb von 24 Stunden?

Tinguely-BrunnenWir beschließen, die Erkundung von Basel ganz klassisch mit einer Stadtführung zu beginnen. Der Altstadtrundgang ist für Besitzer der BaselCard kostenlos und startet praktischerweise auch ganz in der Nähe der Tourist-Informationsstelle, wo wir unsere BaselCards erworben haben: am Tinguely-Brunnen. Von dort aus führt die Stadtführerin unsere etwa 25 Personen starke Gruppe über den Münsterhügel zum Rathaus und anschließend durch die romantischen, verwinkelten Gassen der gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und versorgt uns dabei mit vielen interessanten Fakten zur Entstehung und Geschichte der Stadt. Da die Führung zweisprachig, auf deutsch und englisch, erfolgt, kommen wir allerdings nicht ganz so schnell voran, wie wir ursprünglich gedacht hatten – und so knurren uns zum Ende der Führung schon ordentlich die Mägen.

D’Basler Beiz mit Tradition

Für unser Mittagessen entscheiden wir uns für das Restaurant Schnabel im Herzen der Altstadt, das nicht nur eines der traditionsreichsten und ältesten Restaurants der Stadt Basel ist, sondern mit der BaselCard auch einen fünfzigprozentigen Preisnachlass auf den Hauptgang bietet. Der „Schnäbeli“-Wurstsalat mit Pommes Frites erscheint uns die perfekte Stärkung für den weiteren Tag – und beschert uns nebenbei eine Ersparnis von 12 Franken pro Person.

Mit der „Leu“ über den Rhein

IMG_2669Selbstverständlich darf bei einem Besuch in Basel auch eine Rheinüberquerung mit einer der traditionellen Fähren nicht fehlen. Zu Fuß überqueren wir die Wettsteinbrücke und laufen etwa fünf Minuten rheinaufwärts zur Anlegestelle der Münster Fähre „Leu“. Fährimma Jacques Thurneysen bringt uns innerhalb von etwa drei bis vier Minuten ans andere Ufer. Während der Fahrt genießen wir den Blick auf die wunderschöne Häuserfront am linken Rheinufer. Anschließend machen wir auf unserem Weg durch die Innenstadt noch schnell einen Abstecher im Läckerli Huus, wo wir eine kostenlose Probierpackung „Basler Läckerli“ erhalten – die absolut lecker sind, uns geschmacklich aber doch zu sehr an Weihnachten erinnern, als dass wir im August eine ganze Packung erstehen würden.

Zoo Basel: Ein Vergnügen für Groß und Klein

IMG_2682Zum Abschluss unseres Basel-Tages besuchen wir noch den Zoo Basel. Gleich am Eingang befindet sich das Vivarium, wo es uns vor allem die Pinguine angetan haben. Gleich zwei Junge wurden in den letzten Wochen geboren und faszinieren mit ihrem flauschigen Fell nicht nur uns, sondern auch die übrigen großen und kleinen Gäste. Ein ganz mutiges Kerlchen traut sich sogar direkt an die Scheibe heran und scheint die Aufmerksamkeit der Zoobesucher regelrecht zu genießen.

Nur schwer können wir uns losreißen, doch auch der übrige Zoo ist es definitiv wert, erkundet zu werden. Das Elefantengehege wird aktuell gerade leider um- und ausgebaut, dafür beobachten wir neben einheimischen Tierarten wie Esel und Pferde noch jede Menge andere Exoten: Krokodile, Geparden, Nashörner und viele mehr. Zudem bekommen wir noch weitere Jungtiere zu sehen: ein Orang-Utan-Baby, das an der Brust seiner im Gehege kletternden Mutter hängt, ein Giraffenjunges, das sich bereits genauso grazil wie seine Eltern bewegt, und drei tapsige Löwenbabys, die sich nicht so recht zwischen fressen, herumtollen und schlafen zu entscheiden scheinen können.

Fazit

Innerhalb von nur einem Tag haben wir Basel in ganz unterschiedlichen Facetten kennengelernt – und dabei sowohl viel gesehen und erlebt, als auch einiges gespart: 18 CHF für die Stadtführung, 12 CHF für das Mittagessen, 1,60 CHF für die Überfahrt mit der Fähre und 18 CHF für den Zoo. Abzüglich der Kosten für die BaselCard bleibt unter dem Strich immer noch eine Ersparnis von knapp 30 CHF pro Person. Doch die BaselCard ist nicht nur aus finanzieller Sicht eine lohnende Sache: Durch die vielen attraktiven Angebote ist für jeden Geschmack etwas dabei. Leider haben wir es dieses Mal nicht in eines der zahlreichen Museen geschafft – das holen wir dann bei unserem nächsten Baseltrip nach!

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Noch keine Kommentare

Antworten

zürücksetzen