Spaziergang durch den Düsseldorfer Medienhafen

Spaziergang durch den Düsseldorfer Medienhafen

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Die Bilder der außergewöhnlichen Gehry-Bauten am alten Zollhafen kennt jeder, der schon mal etwas mit Düsseldorf zu tun hatte – doch was ist eigentlich die Geschichte hinter dem architektonischen Highlight Düsseldorfs, dem Medienhafen? Und welche Gebäude gibt es dort sonst noch zu entdecken?
Wir haben uns auf einen gemütlichen Sonntagsspaziergang durch das Trend-Viertel Medienhafen gemacht und wollen heute ein wenig tiefer blicken!

Der Düsseldorfer Medienhafen damals….

Als Mitte der 70er Jahre der Rheinhafen Düsseldorf an Bedeutung und Umschlag einbüßen musste, war das Areal, das bisher als Hafen genutzt wurde, schlicht zu groß. Aus diesem Grund entschied man sich, den Teil des Hafens, der am nächsten zur Altstadt liegt, vom Hafenbetrieb zu trennen und im Zug einer aufwendigen Neugestaltung wirtschaftlich zu nutzen – ein moderner Büro- und Wirtschaftsstandort sollte es werden, der sich vom bisher dagewesenen deutlich abgrenzt. Anders als bei ähnlichen Großprojekten wurden in Düsseldorf einzelne Grundstücke und Projekte nach und nach entwickelt, ohne ein detailliertes Flächensanierungskonzept zu verfolgen. Der erste Schritt wurde mit dem Bau des Rheinturms begangen, der heute das bekannteste Wahrzeichen Düsseldorfs ist. Es folgte der Bau des Landtags und das WDR-Studio Düsseldorf. Langsam tastete man sich weiter vor, es entstand ein urbanes Gelände aus modernen Bürogebäuden und den aus den Zeiten des Hafenbetriebs erhaltenen Gebäuden und Elementen – eine Umgebung, die die kreative Medienbranche während deren Boom zu Beginn der 90er Jahre wie magisch anzog. Auch der Alte Zollhof sollte zu dieser Zeit neu gestaltet werden. Der futuristische Entwurf des berühmten amerikanischen Architekten Frank Gehry erhielt den Zuschlag für die drei Gebäude, die heute ebenfalls zu den Wahrzeichen der Stadt gehören und die den Medienhafen und seine weitere Entwicklung ganz signifikant geprägt haben.

… und heute: Wirtschaftsstandort, Handelszentrum und kulinarische Finessen

Auch heute noch gilt der Medienhafen als Heimat und Inspiration für kreatives, fortschrittliches Denken. Auch wenn nur noch etwa ein Zehntel der riesigen Flächen von Medienunternehmen genutzt wird, ist der Stadtteil mittlerweile ein beliebter Ort für Anwalts- und Beratungsfirmen sowie Modelabels oder die Kräuterlikör-Fabrik „Killepitsch“. Insgesamt gibt es heute rund 8000 Beschäftigte im Düsseldorfer Medienhafen, eine Straßenbahnstation wurde Anfang 2014 ebenfalls eingerichtet.
Klar, dass sich deshalb auch nach und nach ein breites gastronomisches Angebot hier angesammelt hat. Vom Sandwich über Steaks bis hin zu mongolischen Spezialitäten und Seafood ist die Auswahl hier fast grenzenlos. Besonders abends herrscht in den Bars eine tolle Stimmung, denn hier wird bei bester Aussicht und modernem Industrie-Chic ausgelassen gefeiert.

Nun aber genug der Theorie, sehen Sie selbst, wie sehr sich ein Spaziergang durch den Düsseldorfer Medienhafen lohnt, was man dort alles entdecken kann und wo man zum Abschluss der Entdeckungstour noch einen leckeren Drink genießen sollte!

Bilder: © carathotels

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