Eine Schifffahrt, die ist lustig… (Loreleyfahrt Teil 1)

Eine Schifffahrt, die ist lustig… (Loreleyfahrt Teil 1)

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

…und insbesondere auf dem Streckenabschnitt zwischen Rüdesheim und St. Goar auf dem Rhein sogar noch viel mehr als nur lustig, nämlich informativ, abwechslungsreich und gleichzeitig wunderbar entspannend!

Wir sind im Juni 2015 für eine Loreley-Fahrt der Bingen-Rüdesheimer Personenschifffahrt an Bord der MS Ehrenfels gegangen und haben Ihnen ein paar spannende Impressionen mitgebracht!

Alle Mann an Bord!

Abfahrtsort für die beliebten Loreley-Fahrten ist Steg 8, nur ein paar wenige Minuten Fußweg vom hoteltraube Rüdesheim entfernt.
Vorbei an der Rüdesheimer Rheinpromenade gleitet das Schiff direkt zur ersten großen Sehenswürdigkeit Rüdesheims – dem Niederwalddenkmal bzw. der Germania-Statue. Vom Wasser aus bietet sich nochmal ein ganz anderer Blick auf dieses imposante Gebäude, der einen auch dann mitreist, wenn man bereits direkt davor gestanden ist.

Anschließend wird der Rhein überquert und wir nehmen Kurs auf das gegenüberliegende Bingen mit der markanten Burg Klopp im Stadtzentrum, wo noch einige Passagiere zusteigen.

Weiter geht es in Richtung des im 18. Jahrhundert erbauten Mäuseturms auf einer kleinen Insel, wohin der Mainzer Erzbischof Hatto einer Legende nach vor einer Mäuseplage geflüchtet ist. Der Sage nach kamen die Tiere ihm jedoch hinterher und fraßen ihn kurze Zeit später auf. Im Moment wird der schmucke Turm aufwändig instandgesetzt.

Direkt gegenüber des Mäuseturms erhebt sich die Burgruine Ehrenfels inmitten der Weinberge. Früher als prachtvolle Zollstelle genutzt, wurde sie 1889 leider zerstört und seither nie wieder vollständig hergerichtet.

Wenige Minuten später passieren wir zunächst das Schweizerhaus – ein im Chalet-Stil von einem Preußen-Prinz Mitte des 19. Jahrhundert erbautes Ausflugsrestaurant – und laufen in Assmannshausen ein. Von der Anlegestelle hat man einen wunderbaren Blick auf das Hotel Krone – Deutschland’s ältestes Gasthaus.

Die nächste Sehenswürdigkeit lässt nicht lange auf sich warten – denn nun lassen wir Burg Rheinstein links an uns vorbeiziehen – eine faszinierende Burganlage aus dem 9. Jahrhundert, die später zerstört und nun im neugotischen Stil wieder aufgebaut wurde.

Ein nett anzusehender Farbfleck inmitten des kräftig grün bewachsenen Rheinufers ist die Clemenskapelle, linksrheinisch unterhalb von Burg Reichenstein gelegen, die gerne auch Falkenburg genannt wird. Die Burg beherbergt ein Museum, ein Restaurant, steht für Tagungen, Hochzeiten und Events zur Verfügung und Ende 2015 eröffnet sogar ein kleines, individuelles Burghotel auf Reichenstein.

Weiter geht es entlang dem linksrheinischen Trechtlingshausen bis zur Burg Sooneck aus dem 13. Jahrhundert und damit einer der ältesten Burgen an diesem zauberhaften Rheinabschnitt, ebenso wie die über dem Ort Niederheimbach thronende Heimburg, auf die sich nur wenige Minuten später die Sicht eröffnet. Nachdem sie im Laufe der Jahre zerstört wurde, hat man sie im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut, heute ist die Heimburg in Privatbesitz.

Knapp die Hälfte der etwa zweistündigen Fahrt haben wir an dieser Stelle bereits hinter uns, und konnten dabei schon fünf der für die Landschaft des Oberen Mittelrheintals so typischen Burgen aus nächster Nähe sehen. Wie die Loreleyfahrt weitergeht, welche weiteren Orte, Burgen und andere Sehenswürdigkeiten wir vom Wasser aus erspähen konnten, erfahren Sie Anfang nächster Woche im zweiten Teil des Artikels.

 

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