Die Basler Fasnacht

Die Basler Fasnacht

Nicht einmal mehr ganz einen Monat ist es hin, bis in Basel die Fasnacht eingeläutet wird. Was diese Zeit des Jahres angeht, hat fast jede Stadt oder Region ihre ganz eigenen Traditionen und Bräuche, die sich mal mehr und mal weniger stark voneinander unterscheiden. Etwas ganz außergewöhnliches ist jedoch die Basler Fasnacht – und das beginnt schon beim Datum! Während für die meisten Narren und Karnevalisten in der Regel am Donnerstag vor Aschermittwoch das bunte Treiben beginnt, lässt man es im schweizerischen Basel etwas ruhiger angehen. Erst am Montag nach Aschermittwoch beginnen die „Drey scheenschte Dääg“, wie die Fasnacht hier auch genannt wird. In Basel geht es in diesem Jahr also vom 23. Februar bis zum 26. Februar um 04.00 Uhr richtig rund! Aber auch in den Wochen zuvor finden schon die sogenannten Vorfasnachtsveranstaltungen statt, die für eine gründliche Einstimmung auf die drei Fasnachtstage sorgen.

Fasnachtsmontag

Traditioneller Auftakt der Basler Fasnacht ist der „Morgestraich“ am 23. Februar um 04.00 Uhr in der Früh. Durch die komplett dunkle Innenstadt marschiert ein Zug von Trommlern und Piccolo-Spielern, die in individuelle Kostüme (Charivari) gekleidet sind, ihre Larven und darauf montierte Kopflaternen tragen. Dabei wird die historische Morgestraich-Melodie gespielt, die aus einem alten militärischen Sammlungssignal besteht. Bis zum Tagesanbruch zieht die Gruppe durch die Innenstadt, anschließend lässt man sich traditionell eine Zwiebel- bzw. Käsewähe oder eine Mehlsuppe schmecken. Das Treiben im Dunkeln lässt sich besonders gut im Dreieck Spalenberg, Rümelinsplatz und Schneidergasse beobachten.

 

Anschließend folgt für alle Beteiligten eine Ruhepause, ehe um 13.30 Uhr die große Cortège (Umzug) durch die Stadt beginnt. Alle Cliquen Basels sind hier involviert, tragen jeweils einheitliche Kostüme und abermals die Larven (Masken) dazu. Anders als beim Morgestraich sind bei der Cortège auch die Guggenmusiken sowie Wagen und Kutschen mit unterwegs. Von den Wägen werden Räppli (Konfetti), Orangen, Mimosen und vieles mehr verteilt.

Abends geht es dann zum Schnitzelbängg. Einzelne Fasnachtsgruppen verfassen für diesen Abend humorvolle Verse zum aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehen und ziehen durch mehrere Restaurants, Cliquenkeller und Kneipen, wo sie ihre Werke zum Besten geben. Ein ähnliches Spektakel findet auch am Mittwochabend nochmals statt. Diese Abende sind bei den Baslern und den Fasnachtsbesuchern äußerst beliebt, weshalb man sich rechtzeitig um Tickets kümmern sollte. Wer keine Karten mehr bekommen hat, kann sich die Ausstellung der künstlerisch gestalteten Laternen auf dem Münsterplatz ansehen, oder auf dem ehemaligen Kasernenareal die Wagen und Requisiten der Cortège genauer ansehen. Beide Ausstellungen dauern bis Mittwochabend an.

Basler Fasnacht Laternenausstellung

Fasnachtsdienstag

Nachdem am Montag alles in organisierten Bahnen und streng geregelt ablief, stellt der Fasnachtsdienstag einen starken Kontrast dar, denn dann geht alles etwas lockerer zu. Beim „Gässle“ gegen Abend finden sich kleine und große Formationen zusammen, die Cliquen lösen sich auf und ziehen Einzeln oder in größeren Gruppen quer durch die Straßen, verbreiten gute Laune sowie eine lockere und bunte Atmosphäre. Der Dienstagnachmittag ist besonders den Kindern gewidmet, die dann in ihren eigenen Kostümen, oftmals mit der ganzen Familie, durch die Straßen tollen, an bestimmten Orten sind besondere Attraktionen für die Kinder aufgebaut, insgesamt ist aber der ganze Tag und die Feierei in der Innenstadt sehr frei und spontan gehalten.

Abends sind insbesondere die Guggenmusiken aktiv. Mit dem Sternmarsch vom Messeplatz zum Marktplatz und zum Barfüsserplatz geht es los, und bis in die Nacht hinein sind in der Talstadt die heiteren Klänge dieser Musikgruppen zu hören, während die Trommler und Pfeifer sich auf den Hügeln austoben. Anschließend ist ein Besuch in einem der vielen Cliquenkellern angesagt, wo man lecker und günstig isst und trinkt!

Fasnachtsmittwoch

Am Mittwoch wird die große Cortège vom Montagnachmittag ab 13.30 Uhr nocheinmal wiederholt, bevor abends am Blumenrain die von Pferden gezogenen kunstvollen Kutschen (Chaisen) genauer betrachtet werden können. Auch am Mittwochabend sind die Cliquenkeller geöffnet, buntes Treiben herrscht in den Gassen und es besteht eine weitere Möglichkeit, den Schnitzelbängg zu erleben. In der Nacht zum Donnerstag findet außerdem der „Ändstraich“ statt, bei dem die Fasnacht mit viel Getrommel und Gepfeife wieder verabschiedet wird.

 Wissenswertes zur Basler Fasnacht

So lustig und ausgelassen die Straßenfasnacht in Basel wirkt, so viel Wert wird auch auf gewisse Regeln und Traditionen gelegt. Wer also bei den „Drey scheenschte Dääg“ dabei sein will, sollte sich an ein paar Prinzipien halten.

Vor allem für den Morgestraich gilt: Anders als an anderen Orten sind Besucher der Basler Fasnacht nicht kostümiert, und dies ist auch nicht erwünscht. Die Kostümierung ist allein den teilnehmenden Cliquen vorbehalten. Beim Morgestraich wird außerdem darum gebeten, keine Lichter mitzubringen und Fotos nur ohne Blitz aufzunehmen, denn dadurch würde die besondere Stimmung des Morgenstraichs im Dunkeln gestört. Selbst bei starkem Regenwetter sind beim Morgestraich keine Regenschirme erwünscht.

Grundsätzlich ist den Besuchern der Basler Fasnacht die beobachtende Rolle vorbehalten. Eine aktive Teilnahme (in Form von Kostümierung etc. ) ist nicht möglich. Wer den Morgestraich oder die großen Cortèges ansehen möchte, sollte eine Fasnachtsplakette erwerben (der Erlös kommt den Fasnachtscliquen zugute).

Alle weiteren Informationen zur Basler Fasnacht entnehmen Sie der Website des Fasnachts-Comités.

Übernachtung während der Basler Fasnacht

Etwas abseits des lauten Treibens und trotzdem nur wenige Minuten von der Basler Innenstadt entfernt, begrüßen wir Sie im carathotel Basel / Weil am Rhein. Bei uns können Sie die verrückten Eindrücke des Tages in entspannter Atmosphäre verarbeiten und sich von der vielen Feierei erholen!

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  1. Pingback: Basler Fasnacht 2016 – eine Stadt im Ausnahmezustand | carathotels Blog 14. November 2016

    […] der Basler Fasnacht zeigen sich die Basler von ihrer schönsten Seite – so sagt man. Das wollten wir in diesem Jahr […]

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