Heute ist der Tag des Bieres

Heute ist der Tag des Bieres

„Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste“.

Schon der griechische Philosoph Plutarch lies uns etwa 100 nach Christi wissen, wie sehr er das Bier in allen Lebenslagen zu schätzen wusste. An dieser Einstellung hat sich bis heute nicht viel verändert, in vielen Ländern auf der ganzen Welt zählt das Bier auch heute noch zu den beliebtesten Getränken überhaupt.Bierkrug mit Brezeln und Gerste

Obwohl schon viel früher entwickelt und genossen, wurde am 23. April 1516, also vor genau 498 Jahren, das deutsche Reinheitsgebot erlassen. Dieses auch heute noch anerkannte Gebot besagt, dass zur Herstellung eines Biers nur Wasser, Hopfen, Malz und (nach seiner Entdeckung hinzugefügt) Hefe verwendet werden darf. Noch heute gilt nach diesem Prinzip gebrautes Bier als von der EU geschütztes „Traditionelles Lebensmittel“. Seit 1994 wird an diesem Jahrestag der Tag des Deutschen Bieres gefeiert. Der Internationale Tag des Bieres findet übrigens seit 2008 immer am 1. Freitag im August statt.

Die Beliebtheit des Biers lässt sich auch an Zahlen belegten. Jährlich werden auf der ganzen Welt ca. 177 Milliarden Liter Bier getrunken, was einem Konsum von 5600 Liter pro Sekunde entspricht (hier nachzulesen).

Deutsche Biere sind weltweit bekannt, was uns im Ausland oft den Ruf als Biernation einbringt. An diesem Image ist auch das Münchner Oktoberfest mit einem jährlichen Bierkonsum von etwa 6 Millionen Maß (Liter) nicht ganz unschuldig. Unvorstellbare 95 Millionen Hektoliter (1 hl=100l) des Gerstensafts werden jedes Jahr in Deutschland produziert, was gerade mal einen Anteil von 5% der weltweiten Bierproduktion ausmacht. Jeder Bundesbürger trinkt durchschnittlich pro Jahr etwa 110 Liter Bier und liegt damit im europäischen Vergleich hinter Tschechien (159 Liter) auf Platz zwei. Das weltweit meistverkaufte Bier kommt übrigens aus China und heißt Snow Beer, dicht gefolgt vom amerikanischen Bud light und Bud.

Hätten Sie’s gewusst? Die hierzulande beliebteste Biermarke unter den, laut dem deutschen Brauerbund rund 5000 verschiedenen Sorten, ist das Oettinger Bier. Hier gelangen Sie zum Ranking der Top 10 Biermarken.

Doch nun genug der trockenen Zahlen, wenden wir uns zur Feier des Tages konkreten Empfehlungen zum spritzigen Genuss des „flüssigen Brotes“ (Karl Julius Weber) zu.

Unter MünchTag des Bieres_Bayernnern ist, das hat eine Umfrage der tz ergeben, das traditionelle Augustiner Bräu die erste Wahl. Dieses Bier lässt man sich am besten in einem der zahlreichen gemütlichen Biergärten schmecken. Wer jedoch etwas Ausgefallenes probieren will, kann in ausgesuchten Gaststätten und Kneipen die junge Marke „Crewale“ testen, die in direkter Nähe zum carathotel München, ebenfalls im Glockenbachviertel, gebraut wird.

Ein wenig nördlich von München, in Kelheim, wird im traumhaft gelegenen Kloster Weltenburg  das gleichnamige und mehrfach prämierte Bier „Weltenburger Kloster“ gebraut. Diese einheimische Spezialität finden Sie auch auf der „Bayrischen Schmankerlkarte“ des Restaurants Hazienda im carathotel Wittelsbacher Hof in Kelheim.

In Düsseldorf wird bekanntlich am liebsten Düsseldorfer Altbier getrunken, das keinesfalls mit Kölsch verwechselt werden sollte. Das wahrscheinlich bekannteste Altbier ist das Diebels, man sollte jedoch unbedingt eines oder mehrere der typischen Brauhäuser in der Altstadt besuchen und deren hausgebraute Biere kosten.

Ein ganz außergewöhnliches Biererlebnis gibt es in Frankfurt, im Anfang 2014 neu eröffneten „Braustil“. Der wöchentlichen Bierproduktion können sie in der gläsernen Manufaktur live zusehen und die neuesten Kreationen im ehemaligen Tankstellengebäude genießen.

Wenn Sie in Schwerin unterwegs sind und gerne regionale, traditionell hergestellte Biere probieren, empfehlen wir Ihnen einen Ausflug ins Nahe gelegene Wismar zum dortigen Brauhaus, wo Sie den „Roten Erik“, ein eher mildes untergäriges Bier, oder den Exportschlager „Wismarer Mumme“ bestellen können. Bierfass mit Biergläsern

Aus der Not heraus, weil das Schweizer Bierkartell ihm nicht erlaubte, das Bier einer regionalen Brauerei auszuschenken, begann der Arzt Hans Jakob Nidecker aus Basel, für seine Fischerstube ein eigenes Bier zu brauen. So entstand in der jungen, experimentierfreudigen Brauerei das Ueli Bier, das mittlerweile in über 20 Basler Gaststätten verkauft wird. Die Ausgangsstätte, die Fischerstube, gibt es heute noch.

Erst im Jahr 2007 entsprang aus dem landwirtschaftlichen Betrieb in Mainz bei Wiesbaden der Familie Karl das schmackhafte Rheinhessen-Bräu. Bereits sieben verschiedene Biersorten wurden bisher unter strengster Beachtung des Reinheitsgebots hergestellt. Erhältlich ist das Bier in einigen regionalen Supermärkten sowie direkt beim Ausschank im Sudhaus.

Im Rheingau wird traditionell eher Wein angebaut und auch getrunken. Im Brauhaus Goldener Engel in Ingelheim bei Rüdesheim jedoch können Sie im großen Biergarten das selbstgebraute Bier kosten, oder sogar im Brauseminar selbst welches herstellen.

In diesem Sinne sagen wir für heute: Hoch die Gläser und Prost!Biergläser

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