Conni Biesalski: Leben als Digitaler Nomade – Die Welt ist mein Zuhause

Conni Biesalski: Leben als Digitaler Nomade – Die Welt ist mein Zuhause

Reisen und das ohne die Verpflichtung, den eigenen Unterhalt vor Ort im Büro oder einem anderen Job verdienen zu müssen. Kaum vorstellbar und doch kündigen immer mehr Menschen ihren „sicheren“ Job, lösen ihre Wohnung auf, verkaufen ihre Habe und arbeiten von unterwegs. Eine Frau, die das Reisen und Arbeiten von unterwegs geprägt hat ist Conni Biesalski. Mit ihr hat der Begriff „Digitale Nomaden“ ein Gesicht bekommen. Denn sie verdient unabhängig von Zeit und Ort, an jedem Platz dieser Welt ihren Lebensunterhalt. Seit Jahren bloggt Conni über ihr Leben als Backpackerin und Digitale Nomadin auf Planetbackpack.de. Wir wollten mehr drüber erfahren und trafen sie zum Interview. Uns erzählte Conni mehr von sich, ihrem Leben und zukünftigen Plänen. 

Hallo Conni, du bist jetzt schon seit einigen Jahren als Digitale Nomadin unterwegs. Wie genau läuft das ab und was bedeutet es für dich persönlich?

Mein Büro ist in meinem Rucksack. Ich arbeite von überall auf der Welt, an Flughäfen oder Co-Working Spaces in Berlin. Mein Arbeitsplatz ist da, wo es Internet gibt. Einen Großteil des Jahres verbringe ich auf Reisen und nomadisch. Mein Geld verdiene ich via Internet mit meinem Blog, Blog Camp und Transit MediaFür mich bedeutet mein ortsunabhängiges Leben die größte Freiheit. Ich lebe meinen Traum, jeden Tag. Das digitale Nomadenleben ermöglicht mir zu leben und zu arbeiten wo ich will. Mein perfekter Lifestyle.

Reisen ohne festen Wohnsitz ist für viele Menschen nicht vorstellbar. Wie schwer ist es dir gefallen, die für uns gewohnte und suggerierte „Sicherheit“ loszulassen? Was waren deine Ängste und Hoffnungen? Wie bist du vorgegangen, um dich selbstständig zu machen?

Für mich war das deutsche Sicherheitsdenken noch nie mein Status Quo. Dafür habe ich schon davor zu lang im Ausland gelebt und die Welt bereist. Ich habe mich schon immer als schwarzes Schaf gefühlt, weil mein Denken immer recht kritisch und unkonventionell war, ich mich nicht mit dem vorherrschenden Leben (nine-to-five, Familie etc.) zufrieden geben wollte. Das einzige, was ich loslassen musste, waren Existenzängste und die Angst davor zu scheitern. Aber wenn du etwas wirklich willst und du keine andere Option im Leben siehst glücklich zu werden, dann muss es einfach klappen. Und so war es auch.

Deine Projekte laufen, denn du hast nicht nur für Kunden Projekte realisiert, sondern bist auch aktuell dabei, dir selbst weitere Standbeine aufzubauen, mit denen du beruflich erfolgreich werden willst. Welche genau und was sind die Ziele?

Ich habe schon seit einiger Zeit keine Freelance-Kunden mehr. Mittlerweile arbeite ich nur noch an meinen eigenen Projekten und Unternehmen. Das sind Planet Backpack sowie Blog Camp und Transit Media mit meinem Business-Partner Sebastian von Off the Path. Außerdem schreibe ich an einem E-Book zum Thema Digitales Nomadenleben. Das Ziel ist, etwas von Bedeutung zu schaffen. Anderen Menschen zu ihren Träumen zu verhelfen, sei es mit dem Reisen oder Bloggen. Und Sebastian und ich wollen das Bloggen revolutionieren und professionalisieren.

Du sprichst das Blog Camp an. Das ist eines deiner Unternehmen, an denen du derzeit arbeitest. An wen richtet sich das Blog Camp und was wollt ihr damit erreichen?

Das Offline Blog Camp richtet sich mittlerweile nur noch an fortgeschrittene Blogger, die endlich den Durchbruch mit ihrem Blog schaffen wollen und sich professionalisieren möchten (d.h. damit Geld verdienen). Unser Blog Camp Onlinekurs, der bald erscheint (März), richtet sich auch an Anfänger. Darin geben wir unser gesammeltes Wissen an alle weiter. Der Kurs ist autodidaktisch und wird sehr erschwinglich sein – damit wir so vielen Menschen wie möglich zu ihrem eigenen erfolgreichen Blog verhelfen können!

Noch mal zurück zum Reisen. Wir haben einige „Speed-Fragen“. Antworten bitte einfach das, was dir als erstes in den Sinn kommt. Fertig? Los geht’s.

Ein Gegenstand, der unbedingt mit muss auf Reisen ist für dich?

Mein Laptop. Wie sonst soll ich Geld verdienen, um mir die Reise leisten zu können? ;) Urlaub gibt’s nicht!

Deine prägendste Erfahrung auf Reisen?

Indien. Das Land haut rein. Kein einfacher Ort zu bereisen, sehr herausfordernd, aber dafür endlos faszinierend.

Ein Ort, den man gesehen haben muss. Und warum gerade diesen?

Zipolite am Pazifik in Mexiko. Mein Lieblings-Beachdorf. Dort habe ich mich unwahrscheinlich wohl gefühlt: Sehr klein, sehr hippie, gute Restaurants, nette Expat-Community, viel Yoga, Unterkünfte direkt am Strand.

Ein Ort, der völlig überbewertet ist?

Ich glaube nicht wirklich, dass Orte überbewertet sein können. Liegt alles im Auge des Betrachters. Aber wenn ich einen Ort sagen müsste: Die Insel Kho PhiPhi in Thailand. Unglaublich voll, unglaublich teuer.

Und die letzte Frage zum Schluss: Was sind deine zukünftigen Ziele? Sowohl beruflich, privat als auch reisetechnisch?

Mehr Harmonie und Balance in meinem Leben erreichen, im Inneren wie im Äußeren. Beruflich werden Sebastian und ich mit Transit Media durchstarten. Privat werde ich sehr viel an meiner persönlichen Entwicklung arbeiten, viel Yoga machen, viel Zeit mit Freunden in Berlin verbringen. Reisetechnisch habe ich dieses Jahr nur kürzere Trips vor (ein, zwei, drei Wochen) – aber dafür nicht weniger spannend! Mehr dazu erzähle ich in diesem Post: http://www.planetbackpack.de/traume-ziele-2014-meine-roadmap/

Liebe Conni, vielen Dank für das Gespräch!

 

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