Azubiprojekt 2013 im carathotel Basel Teil II

Azubiprojekt 2013 im carathotel Basel Teil II

In unserem ersten Beitrag zum Azubiprojekt 2013 haben wir bereits erzählt, wie wir auf die Idee kamen für unsere Kunden zu backen. Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil. Viel Vergnügen!

Aus einer Idee wird ein Projekt

Mit der Idee leckeres Gebäck für unsere Kunden zu backen ergab sich der Gedanke daraus ein Projekt für die Auszubildende zu gestalten. Das Ziel war es, die Azubis über den Tellerrand schauen zu lassen, ihre Soft Skills (Sozialen Kompetenzen) im Bereich der Teamarbeit zu fördern. Am 25.10.2013 war es soweit. Unsere acht Auszubildenden hatten ihr erstes Meeting. Unter der Leitung von Ausbilderin Ilka Banzer wurde die Aufgabe vorgestellt und in verschiedenen Gruppen genau erörtert.

Muffins_backen_Azubibacken_Basel

350 Muffins mussten gebacken werden

Eine spannende Sache, die da auf die Azubis des carathotels Basel zukommen sollte. Immerhin müssen 350 Muffins hergestellt werden. Und dazu gehört mehr als sich nur an einem Tag zu treffen und zu backen. Die Problematik war jedem klar. Und so stellte sich die Frage im Meeting für alle Gruppen „Was gehört dazu, um das Problem zu lösen?“ „Teamwork“, war die Antwort. Aber was macht Teamwork aus?

Dazu meint Selina Arndt, Auszubildende Hotelfach, 3. Lehrjahr: „Ich fand die Aktion gut, denn man konnte sich seine Gruppe nicht aussuchen und hatte so Kontakt mit den anderen Azubis, mit denen man privat eher weniger zu tun hat. Man musste wirklich teamfähig sein, um die Aufgabe lösen zu können. Das hat wirklich gut geklappt, keiner hat einen hängen lassen, sondern alle haben sich untereinander geholfen. „Auch am Ende, als wir alle nicht mehr motiviert waren, haben wir es im Team geschafft, die Aktion „Muffins backen“ zu vollenden.“

Azubis_froehlich_Backtag

Marius und Selina sind mit Spaß bei der Sache

Das sich Teamarbeit aus vielen Faktoren zusammensetzt, erkannten unsere Auszubildenden schnell. So fielen im ersten Meeting auch Worte wie „Vertrauen“, „Toleranz“ und „Respekt“. Marius Kesselheim, Auszubildender Hotelfach, 3. Lehrjahr stellte fest: „Ich persönlich fand die Aktion sehr schön, weil wir diese vielen Muffins nicht einfach ohne Grund gebacken haben, sondern mit dem Hintergrund unseren Kunden eine Freude zu machen. Ebenfalls war es auch sehr lustig und amüsant mit allen Auszubildenden des carathotels in voller Kochkleidung in der Küche zu stehen und zu backen.“

Was sich daraus erkennen lässt ist, Emotionalität steckt an. In Zeiten des Web 2.0 wird es immer wichtiger Emotionen zu erzeugen und das Herz der Menschen zu treffen! Was passt hier besser als selbstgebackene Muffins von unseren Auszubildenden? Einer unserer Kunden hat sich direkt nach der Verteilung der Muffins gemeldet. Der Betreff der Email lautete „von Azubis, für Azubis“.  Sensationell!

Ein Rezept will kalkuliert sein

Im zweiten Meeting wurden uns dann die Rezepte vorgestellt. Doch zunächst ging es auch hier ging es wieder um die Kompetenzen der Auszubildenden. Fragen, wie „Wie präsentiere ich?“, „Was ist der Inhalt der Präsentation?“ und „Wie präsentiere ich mich selbst?“ standen im Raum. Das Ziel der Ausbilderin Ilka Banzer war es, mit diesen Fragen die Azubis auf das sprichwörtliche Leben nach der Lehre vorzubereiten. Denn die ausgebildeten Fachkräfte werden sich in den zukünftigen Vorstellungsgesprächen den verschiedenen Fragen der potentiellen Arbeitgeber stellen müssen. So könnte beispielsweise eine Fragen lauten „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“ Eine gute Vorbereitung ist für solche Fragen entscheiden. Aber nicht nur die innere Einstellung zu sich selbst, sondern auch das äußere Erscheinungsbild wurde diskutiert.

Das Treffen sollte jedoch nicht nur die zukünftigen beruflichen Fragestellungen behandeln, sondern die Herstellung der Muffins einen Schritt weiter bringen. Darum ging es jetzt um die Kalkulation der Rezepte. Diese Aufgabe erhielten die Azubis in unserem letzten Treffen. Lustige Rechnungen haben uns da überrascht. Die Empfehlung über 500 Gramm Backpulver in einer Kreation zu verwenden ist da nur ein Beispiel. Aber der gute Wille zählte und noch ist kein Bäcker vom Himmel gefallen. Gemeinsam wurden die Rezepte überarbeitet und optimiert. So kamen am Ende sehr leckere Muffins aus dem Ofen. Natürlich diente die Berechnung der Zutaten und Kosten nicht ausschließlich dem Spaß. Vielmehr sollten praktische Erfahrungen in der Projektumsetzung gewonnen werden.

Backen_carathotel-Basel_Azubis

v.l. Lukas und Artan bewachen die Muffins

Am Freitag, den 15.11.2013 fand dann der Backtag statt. Die Küche war voll von Kochmützen und aufgeregten Azubis. Eine heitere Stimmung verbreitet sich schnell. Alle waren mit Feuer und Flamme bei der Sache! Es wurde gerührt und geknetet, verziert und bepinselt. Aber vor allem wurde gebangt:  „Wird es auch was?“ und „Das sind die ersten Muffins meines Lebens!“ waren nur einige Sätze, die wir von unseren Bäckern hörten. Peinlich genau wurde auf die leckeren Stücke aufgepasst. Mitunter so genau dass man sogar vor dem Ofen stand und fast die ganze Backzeit lang hinein starrte. Es kam die Frage auf, ob die Muffins laut Rezept beim Backen beobachtet werden müssten. Der Auszubildende berichtete, er habe noch nie Muffins gebacken. „Die müssen auf jeden Fall gut werden„, sagte er. Ein Argument dem nichts hinzuzufügen war.

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Homemade Muffins mit Logo

Das kleine i-Tüpfelchen, das ich mir persönlich gewünscht habe, waren pro Teller ein Muffin mit carathotel- Logo.  Auch das haben unsere Auszubildenden sensationell umgesetzt! Danke dafür, meine Lieben! Unverkennbar, einzigartig, homemade!

Ein paar persönliche Worte von unseren Azubis zum Projekt gab es dann auch noch:

Auszubildender Artan Gjokai: „ Ich persönlich fand die Aktion sehr gut. Da uns das Hotel ein riesen Vertrauen geschenkt hat.“

Und Sascha Müller findet: „Obwohl es für uns alle ein sehr langer Tag war, so war es dennoch immer lustig und unterhaltsam. Es war schön, mal mit allen Azubis zusammen zu sein und wirklich im Team zu arbeiten. Niemand hat sich auf den anderen ausgeruht, alle haben mitgeholfen und sich gegenseitig tatkräftig unterstützt.

 

Valerie Aspacher, Stellvertretende Direktorin

 

In der nächsten Woche geht es weiter mit dem dritten und letzten Teil unseres Azubiprojekts. Unsere Azubis kommen zu Wort und erzählen, warum sie sich für die Hotellerie entschieden haben. Seien Sie neugierig!

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