Es klingt, es brummt, es bewegt sich… Und spielen ist ausdrücklich erwünscht! – Ein Besuch im Museum Tinguely in Basel

Schon das Gebäude von Architekt Mario Botta, das in einer urbanen Peripherie zwischen Autobahn und Rheinufer liegt, ist ein wahrer Augenschmaus. Ein wundervoller Kontrast ist der herrliche Solitude-Park mit seinen alten Bäumen.

Museum Tinguely Basel

Nun aber rein ins Museum: Die Räume sind sehr hell und großzügig gestaltet und geben den unverwechselbaren Werken von Jean Tinguely viel Platz zum wirken (also zum Spielen). Die Eingangshalle wird beherrscht von der „Grosse Méta Maxi-Maxi Utopia“. Diese Skulptur ist begehbar und von allen Seiten erlebbar. Ein wundervoller Einstieg in die Welt von Tinguely!

Grosse Méta Maxi-Maxi Utopia

Grosse Méta Maxi-Maxi Utopia

Auf den weiteren drei Etagen gibt es so unglaublich viel zu sehen, zu erleben und auszuprobieren. Die meisten Skulpturen verfügen über einen grossen roten Knopf, der sie in Bewegung versetzt. Kleine Schwingungen oder ganze Orchester, es wird gehämmert, gedreht oder gemalt. In diesem Museum sind vom Staunen offene Münder, verzückt aufgerissene Augen und ein breites Grinsen inklusive.

Das Museum beschreibt das Werk des Künstlers mit den folgenden Worten: „Die Maschinenskulpturen beginnen eine kunterbunte, laute Unterhaltung mit ihrem Gegenüber: Jean Tinguely kommuniziert und interagiert durch seine Werke mit dem Betrachter. Kunst passiert, wenn die Maschine läuft. Tinguelys Werke sprühen vor Esprit, Lebenslust, Ironie und Poesie. Auf einer hintergründigeren Ebene klingt aber auch ein Sinn für Tragikomik sowie Hinter- und Abgründiges an.“

Mehr soll dazu eigentlich auch nicht gesagt werden. Unser Tipp: Probieren Sie es einfach selber aus. Zum Beispiel am Samstag, 21. Januar 2011, auf der 11. Basler Museumsnacht von 18 bis 2 Uhr.

Alle Infos zum Museum Tinguely bekommen Sie auf www.tinguely.ch

2 KommentareHinzugefügt

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  1. Alexander Zorn 20. Januar 2011 | Antworten
    Klasse Bericht! Endlich einmal ein Museum in dem man nicht leise sein muss ;)
  2. Schweiz 18. Februar 2011 | Antworten
    Oh ja die kinetischen Skulpturen von Tinguely mag ich auch sehr gerne. Das tolle an dem Museum ist aber auch - im Gegensatz zu manch anderen Ausstellungen kinetischer Kunst - dass es im Tinguely-Museum auch Skizzen und Notizen des Künstlers zu sehen gibt. In den letzten Wochen hat die kinetische Kunst im Internet ja auch mal wieder für Aufsehen gesorgt durch das Werk "Why Knot" von Seth Goldstein. Dazu gibt es auch ein sehr schönes Video.

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