Wir Eisbach Surfer

Wir als Eisbach Surfer ziehen immer Zuschauer an und begeistern Sie, ohne ein Konzept oder dergleichen. Einfach auf das Board steigen und los geht es.

© crocodile / photocase.com

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So ging ich Sonntagmorgen mal wieder los, ganz alleine um 6:00 Uhr mit meinem Board unter dem Arm Richtung Brücke. Es war still, es schlief noch alles. Ich hörte die Vögel auf den Bäumen zwitschern und die Frösche quaken. Als ich mich dem Fluss nährte hörte ich sie, die Wellen wie sie auf die Steine schlugen, das Rauschen des Flusses.

Jedes Mal wenn ich wenige Meter vor dem Fluss bin schlägt mein Herz doppelt so schnell, ein Wahnsinns Gefühl. Ich zog meine Sachen, die ich über meinen kurzen Neopren Anzug anhatte, aus und schon war ich im Wasser und ab ging es. Es war ein Wahnsinns Gefühl, als ob es das erste Mal im Eisbach war. Die Zeit verging wie im Fluge und schon war der erste Schaulustige da. Er stand auf der Brücke und schaute mich an, als ob ich ein Außerirdischer bin. Nach einer Weile brauchte ich erst mal eine Pause und ging an Land.

© Babatunde / photocase.com

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Der Mann, der die ganze Zeit schaute, kam zu mir und fragte mich, was ich da mache. Ich sagte ihm, das ich surfe, darauf hin sagte er mir dass das doch nur im Meer geht und nicht in einem Fluss. Ich erklärte ihm, dass ich Eisbach Surfer bin und das ich nur in Flüssen surfe. Er schaute mich immer noch verdutzt an und kriegte kein Wort mehr raus. Dann ging ich wieder ins Wasser und weiter ging es. Es klappte noch besser wie vorher und ich war super gut drauf. Der Mann war weg und ich war wieder alleine.

Mit einem Mal kamen etwa 25 Leute schnell angelaufen und schauten genauso wie der Mann, als ob sie zum ersten Mal einen Menschen surfen sahen. Der Mann, der zuerst da war, stand nun vorne und erklärte seinen Kollegen was ich da mache. Es wurden Fotos gemacht, einer wollte ein Autogramm von mir und so weiter.

Was sagt uns diese kurze Geschichte? Wir als Eisbach Surfer sind super gerne gesehen, zumindest von Touristen aus der ganzen Welt. Aber es sollte auch nie die Gefahr unterschätzt werden in der wir leben. Wie heißt es so schön: No Risk no fun.

Ein Gruß von den Eisbach Surfern! Vielleicht sehen wir uns mal, dort wo die Wellen im Fluss auf die Steine schlagen.

PS: „Keep Surfing“ ist der Kinofilm über die Surfer vom Eisbach München. Nachlesen auf stern.de

PS PS: Wer den Eisbach Surfern nicht live zuschauen kann, dem seien die YouTube Videos empfohlen.

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